Trauerarbeit mit der Diagnose anfangen

In meinem letzten Bericht habe ich über die Entlastungspflege geschrieben, welche 80% der Arbeit des Kinder-Hospiz Sternenbrücke ausmacht. Heute geht es um die Trauerarbeit, denn irgendwann kommt der Zeitpunkt an dem man wirklich Abschied nehmen muss.

Trauerarbeit anfangen mit der Diagnose

Die Diagnose, dass ein Kind nur noch eine begrenzte Zeit zu leben hat, erschüttert eine ganze Familie. Durch die vielen neuen Aufgaben und die Betroffenheit verändert sich die ganze Gefühlswelt. Natürlich wird es auch sehr viele Stimmungs- und Gefühlsschwankungen geben, was für das Zusammenleben eine echte Belastungsprobe sein kann. In diesem Stadium ist es wichtig jedem die notwendige Zeit zu geben, welche er für seinen Trauerprozess braucht. Auch die gegenseitige Wertschätzung ist unabdingbar. Es sollte keine Beurteilungen und Bewertung in den persönlichen Ausdrucksformen geben.

Persönliche Trauerbegleitung möglich

Das Kinder-Hospiz Sternenkinder lässt Sie mit der Trauerarbeit natürlich nicht alleine. Denn jeder kann eine persönliche Trauerbegleitung in Anspruch nehmen. Wichtig ist, dass man sich helfen lässt. Durch die Gespräche mit qualifizierten Trauerbegleitern fällt vieles oft um einiges leichter. Während des kompletten Aufenthaltes im Kinderhospiz werden weder die Kinder noch die Eltern alleine gelassen. Ob die Pflegekraft oder die Pflegedienstleistung, es stehen rund um die Uhr hochqualifizierte Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen für Sie und Ihr Kind zur Verfügung.

Auch nach dem Verlust des Kindes steht das Hospiz mit den betroffenen Familien in Kontakt. Denn ist ein Teil der Trauerarbeit nach dem Verlust über das Erlebte zu sprechen. Vor allem natürlich auch, wie man die nun entstandene Lücke wieder füllen kann. Um den Angehörigen die Trauerarbeit zu erleichtern, widmet das Kinderhospiz den verstorbenen einen eigenen, separaten Garten zur Erinnerung. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dies zur Bewältigung der Trauerarbeit benötigt wird.

Garten der Erinnerung

Trauerarbeit so früh wie möglich anfangenDer Garten der Erinnerung wurde im Jahr 2005 angelegt. Für jeden in der Sternenbrücke verstorbenen Menschen wird hier ein Lämpchen mit dem entsprechenden Namen aufgestellt. Hier können die Angehörigen an einem würdigen Ort unter dem Rückhalt der Sternenbrücke dem Kind in Ruhe und Frieden gedenken. Mit der Zeit wurde der Garten zu klein und brauchte eine Erweiterung.  Im April 2015 konnte man dank zahlreicher Spender die neue Erweiterung eröffnen. Bei der Baumaßnahme blieb der ursprüngliche Garten unberührt. Es wurde lediglich ein identischer Garten ergänzt.

Einmal im Jahr findet ein Gedenktag statt. Hierzu werden alle Familien eingeladen, welche im Hospiz ein Familienmitglied verloren haben. An diesem Tag gedenkt man gemeinsam den verstorbenen.

An dieser Stelle werde ich nun das doch sehr traurige Thema beenden. Morgen berichte noch einmal über das Hospiz bzw. über die Rechtlichen Grundlagen zur Beantragung von Hilfen. Jetzt noch schnell meinen Blog abonnieren und keinen spannenden, interessanten Berichte mehr verpassen.

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