Rettungskräften helfen statt den Weg zu versperren

In den letzten Tagen habe ich über die verschiedensten Erste-Hilfe-Kurse berichtet. Heute geht es mal um die Gesetzeslage. Denn natürlich hat das deutsche Gesetz auch hierfür einen Paragraphen. Hierbei geht es auch darum, dass den Rettungskräften immer wieder der Weg zum Unfallort versperrt wird.

§ 323c Unterlassene Hilfeleistung; Behinderung von hilfeleistenden Personen

(1) Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer in diesen Situationen eine Person behindert, die einem Dritten Hilfe leistet oder leisten will.

Quelle: dejure.org

Betrachtet man den Satz 1 kann man diesen auch wesentlich einfacher ausdrücken. Jeder ist verpflichtet zu helfen, außer es liegt eine akute Eigenwohlgefährdung vor. Ein sehr akutes und sehr präsentes Thema wird im Satz 2 behandelt.

Behinderung von Einsatz-und Rettungskräften

Rettungskräften helfen statt den Weg zu versperrenJeder, der täglich auf der Autobahn unterwegs ist, kennt das Thema. Das Unfälle gerade auch auf der Autobahn passieren ist eine alltägliche Sache. Das Verhalten vieler Autofahrer lässt mich allerdings immer wieder staunen. Ein Beispiel hierzu kann ich aus der eigenen Erfahrung berichten.

Am vergangenen Wochenende waren wir auf der A45 Richtung Frankfurt unterwegs. Auf der Gegenfahrbahn war ein schwerer Unfall mit mehreren Fahrzeugen. Richtig wäre gewesen, nun eine Rettungsgasse zu bilden um den Rettungskräften eine schnellst mögliche Anfahrt zu ermöglichen.

Leider war dies mal wieder nicht der Fall. Die dreispurige Fahrbahn war komplett mit Fahrzeugen zugestellt. Von hinten kam ein Abschleppdienst, welcher vermutlich die beschädigten Fahrzeuge abholen sollte. Dieser kam nur mit Müh und Not sehr langsam voran.

In diesem Fall war es „nur“ der Abschleppdienst. Es wäre aber jederzeit auch möglich gewesen, dass die Feuerwehr oder der Rettungsdienst eine Gasse braucht um Menschenleben zu retten. Ganz schlimm sind dann die Autofahrer, welche nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind und es nicht im Geringsten einsehen auch nur einen Millimeter zur Seite zu fahren. Ob diese Fahrer wohl wissen, dass sie sich strafbar machen? Meiner Meinung nach stellt es eine ganz klare Behinderung der Rettungskräfte dar.

Immer wieder kommt es vor, dass Rettungskräfte nicht schnell genug zum Einsatzort kommen können. Oft werden die Einsatzkräfte sogar beleidigt, da die Menschen offensichtlich nicht den Ernst der Lage erkennen. Bei einem Herzinfarkt oder Schlaganfall zählt jede Sekunde. Das sollte man nie vergessen. Denn wäre man selbst die betroffene Person wäre man auch für schnelle Hilfe sehr dankbar.

Ich habe zwischen den Zeilen ein Video eingefügt. Hier kann sich jeder noch einmal anschauen wie eine Rettungsgasse wirklich funktioniert. Wenn nur ein Mensch aus diesem Post etwas gelernt hat, dann habe ich mein persönliches Ziel schon erreicht. Jetzt noch schnell den Blog abonnieren und keinen spannenden, interessanten Berichte mehr verpassen.

Hinweis: Dieser Bericht stellt keine Rechtsberatung dar. Wer rechtliche Hilfe braucht, wendet sich am Besten an einen Fachanwalt.

 

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