Künstliche Befruchtung, welche Möglichkeiten gibt es?

 

Künstliche Befruchtung, welche Möglichkeiten gibt es?

  • IVF In-vitro-FertilisationDie klassische künstliche Befruchtung nennt man In-Vitro-Fertilisation, abgekürzt IVF. Dabei findet diekünstliche Befruchtung der Eizelle nicht im Körper der Frau, sondern in einem Glas statt. Der Arzt überträgt dann im Anschluss an die IVF die befruchtete Eizelle bzw. den Embryo in die Gebärmutter.

Wie funktioniert das?

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Der Arzt führt eine Ultraschallkontrolle durch und entnimmt hierbei durch die Scheide einige Eizellen. Bei der künstlichen Befruchtung werden außerhalb des Körpers die Samen des Partners, oder auch eines anderen Mannes befruchtet. Nach der Befruchtung pflanzt der Arzt das befruchtete Ei innerhalb von 48 Stunden in die Gebärmutter der Frau ein. Um die Reifung mehrerer Eizellen anzuregen ist vorher eine Hormonbehandlung notwendig.

Diese Methode der IVF zieht man in Betracht, wenn die Eileiter der Frau nicht durchgängig genug sind. Die Erfolgsquote liegt Berichten zu Folge bei etwa 18 % (Angaben ohne Gewähr).

  • IVM In-vitro-Maturation

Eine weitere Methode der künstlichen Befruchtung ist die In-vitro-Maturation. Hierbei handelt es sich lediglich um eine Ergänzung des IVF Verfahrens. In diesem Falle werden unreife Eizellen aus den Eierstöcken entnommen, welche dann in einem Reagenzglas zwei Tage reifen. Um ein besseres Ergebnis zu erzielen gibt man natürliche Hormone wie FSH und HCG hinzu. Danach findet die Befruchtung der Zellen mit den Samenzellen des Mannes statt. Die befruchteten Eizellen werden dann weitere zwei Tage später in die Gebärmutter eingesetzt.

Vergleicht man beide Methoden, ist zu sagen dass man für das Verfahren der IVM wesentlich geringere Hormongaben benötigt als bei der IVF. Die Eierstöcke werden, wenn überhaupt, nur kurz vor der Entnahme der Eizellen mit Hormonen angeregt. Insbesondere ist diese Methode für Frauen geeignet die eine Hormonbehandlung nicht vertragen. Aber auch für Personen, welche aufgrund einer Krebserkrankung eine Chemotherapie benötigen.

Wer diese Methode anwenden möchte, sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, dass die entstehenden Kosten, nach aktuellem Kenntnisstand nicht von der Krankenkasse übernommen werden.

  • ICSI Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (Mikroinjektion)

Seit 1994 wird diese Methode in Deutschland angewendet. Sie ist für Paare, bei denen weder eine Befruchtung im Eileiter noch unter Laborbedingungen Erfolg haben kann. In diesem Fall liegt das Problem in der Regel beim Mann. Denn entweder enthält die Samenflüssigkeit nicht genug Spermien oder diese sind zu unbeweglich.

Ablauf der künstlichen Befruchtung?

Bei der ICSI Methode entnimmt man durch die Scheide der Frau Eizellen.  Anschließend wird jede einzelne Samenzelle mit einer Mikropipette direkt in das Zytoplasma der Eizelle gespritzt. Zwei Tage später findet der Transfer, sprich die Übertragung der befruchteten Eizellen in die Gebärmutter, statt. Voraussetzung für diese Methode ist allerdings wieder eine Hormonbehandlung der Frau. Die durchschnittliche Erfolgsquote liegt bei etwa 20% (Angaben ohne Gewähr). Bei dieser Methode hängt die Erfolgschance auch sehr vom Alter der Frau ab.

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